Geht gar nicht.

Augen auf beim Notebook/Laptop Kauf!

Die zunehmende Verbreitung von fest verlötetem Arbeitsspeicher (RAM) in Notebooks und Laptops ist aus Sicht der Nachhaltigkeit ein klarer Rückschritt. Was auf den ersten Blick wie eine platzsparende oder kosteneffiziente Designentscheidung erscheint, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als eklatanter Verstoß gegen grundlegende Prinzipien einer ressourcenschonenden und langlebigen Produktgestaltung.

Verlöteter RAM verhindert jegliche Aufrüstbarkeit. Nutzerinnen und Nutzer können ihr Gerät nicht an steigende Anforderungen anpassen, sondern sind gezwungen, bei wachsendem Bedarf ein komplett neues Notebook zu kaufen. Das verkürzt die Lebensdauer der Geräte künstlich und führt zu unnötigem Elektroschrott – ein Problem, das ohnehin schon globale Ausmaße angenommen hat.

Hinzu kommt die Reparaturproblematik: Ist der Arbeitsspeicher defekt, lässt er sich nicht einfach austauschen. Stattdessen muss oft das gesamte Mainboard ersetzt werden, was wirtschaftlich kaum sinnvoll ist. In vielen Fällen bedeutet das das vorzeitige Ende eines ansonsten funktionsfähigen Geräts.

Diese Entwicklung widerspricht klar den Zielen von Initiativen wie dem „Recht auf Reparatur“ und untergräbt Bemühungen, Produkte modularer, langlebiger und reparierbarer zu gestalten. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur Energieeffizienz im Betrieb, sondern auch die Möglichkeit, Geräte über viele Jahre hinweg sinnvoll zu nutzen und bei Bedarf zu warten oder aufzurüsten.

Hersteller sind daher gefordert, wieder stärker auf modulare Bauweisen zu setzen. Austauschbarer RAM ist kein Relikt vergangener Zeiten, sondern ein zentraler Baustein für verantwortungsvolle Produktentwicklung. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten diese Praxis kritisch hinterfragen und gezielt Geräte bevorzugen, die Reparaturfreundlichkeit und Aufrüstbarkeit ermöglichen.